Break On Through (On The Other Side)

Hallöchen, Tach, Moin und Grüß Gott.

 

Ich bin Julia, und habe mir seit Mitte April in den Kopf gesetzt, Künstlerin zu sein. Moment. Ich war natürlich vorher auch schon Künstlerin. Ich war Theater-Regisseurin, Autorin, Musikerin, Sängerin und Malerin. Ich habe Kulturwissenschaften studiert (da ist man es gewöhnt, vieles und nichts gleichzeitig zu lernen).

 

Aber nun bin ich an dem Punkt in meinem Leben, wo ich für mich entscheiden möchte, ob ich konkret und wirklich und komplett Künstlerin sein kann. Mit Geld verdienen. Aufnahme in die KSK (Künstlersozialkasse). Eigenem Unternehmen. Tatsächlich sehe ich mich neben eigenen künstlerischen Exzessen auch als kleine Management-Tante an, die es liebt, Sachen zu planen, zu organisieren, durchzuführen, zu evaluieren, und  sowohl am freien Markt, als auch im Bereich der öffentlichen Kulturinstitutionen agieren zu können. Meine Grundintention könnt Ihr übrigens hier nachlesen.

 

Seit April befinde ich mich in der Gründungsphase meiner Online-Galerie. Parallel zum Launch von Amazon-Handmade werde ich an den Start gehen.

 

Da gibt es einige wichtige Themen, die ich hier, nach und nach, gerne aufdröseln möchte. Hier ein kleiner Einblick:

 

- die Preisfrage

- die Unternehmensform

- Strategie und Marketing

- der Malprozess (damit steige ich gleich mal ein)

- das Netzwerken

- usw.

 

Im Grunde starte ich hier auch ein kleines wissenschaftliches Projekt, mit dem Arbeitstitel:

 

"Der Online-Kunstmarkt - Aufbruch oder aussichtslos?"

 

Falls Euch dazu schon was auf der Zunge liegt, immer raus damit ! Ab ins Kommentarfeld mit Euren Gedanken oder per Mail an kontakt@galerie-geiersberg.de.

 

Wie angekündigt, will ich heute gerne etwas von meinem persönlichen Malprozess erläutern.

 

Dieser lässt sich wie folgt zusammenfassen:

 

1. Vage Idee.

2. Drauflosmalen.

3. Übermalen.

4. Konkretisieren.

5. Drüber schlafen.

6. Vollenden.

 

Klingt profan. Ist es auch.

 

Besonders das Drübermalen (oder ggf. mit dem Spatel wieder abnehmen), ist ein "Schicht-um-Schicht-Prozess", der sich letztendlich in der Endstruktur des Bildes widerspiegelt. Und das ist für mich das ganze Geheimnis und eine große Metapher für das Leben.

 

In dem Fall habe ich mit Formen experimentiert, in dem ich in Pappe  (von Umzugskartons), rechteckige Ausschnitte (mit Hilfe von Lego-Bausteinen, und anderen Dingen aus unserem Haushalt in rechteckiger Form) unterschiedlichen Formats geschnitten habe. Die konnte ich dann x-mal ins Bild einfügen. Durch das Drüberlegen der zwischenweilig durch Farbe angefeuchteten Pappe, sind schöne Strukturen entstanden, Die Pappschablonenidee habe ich mittlerweile verworfen (vielleicht nicht endgültig), aber das "draufpappen" habe ich mir für zukünftige Bilder gemerkt, es macht wirklich interessante Ergebnisse, mit denen man weiterarbeiten kann.

 

Es folgen Beispielbilder vom Entstehungsprozess von Sun Of Sin City.

 

(by the way: Mamasweed ist eine tolle Rockband, die mein Leben bis dato immens an Glück, Schmerz, und Tiefgang bereichert hat, musikalisch, wie auch menschlich.)

 

 

 

Fällt Euch was auf?

 

Das Bild hat einige Wandlungen mitgemacht.

Im Endeffekt ist es noch nah an der Vision, aber wesentlich dunkler, als angedacht.

Durch die Gold- und Brauntöne wird trotzdem eine angenehme Wärme vermittelt.

 

Es ist mein erstes Bild aus dem Zyklus "Formen, Farben und Strukturen", das größte vom Format her, und hat wirklich lange gedauert bis zur Fertigstellung (ca. 6 Wochen). Es gab immer mal einen Zwischenstand, der irgendwie "fertig" war, aber dann merkte ich am jeweils nächsten Tag, das es das eben nicht ist.

 

Jetzt bin ich froh es geschafft zu haben.

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