Es geht los

So. Morgen werden sie abgeholt. 20 Bilder. Weg von mir. Ab ins Schloss Plaue.

Verdammt, so schön es auch wirklich, wirklich ist, so aufregned (=anstregend) ist es doch auch.

Bei einem Theaterstück hast du die Proben, und dann die Vorstellungen. 100% Adrenalin. Und danach: der Vorhang.

Jetzt ist es eine dauerhafte Adrenalinspritze. Ohne schnelles Ende.

 

Und meine Räume sind kahl.

 

Zurück zum Schönen: Ich habe mein erstes Bild verkauft. Das ist verrückt und unbeschreiblich.

 

Dennoch: Auch hier, es ist jetzt weg. Undwiederruflich.

 

Kleine Story dazu: Das Bild wurde persönlich abgeholt, und als es zur Übergabe kam, wollte mein großes Kind (5) das Bild nicht rausrücken. Er weiß, dass ich damit andere Menschen bereichern möchte, und das wir ja auch Geld dafür bekommen. Aber es ist eben auch ein Stück Mama, das so nicht mehr wiederkommt. Ich brauch auch nicht damit kommen, dass man ja ein neues Bild malen kann. Nein, das ist nicht dasselbe. Dieses Kind hat die Preisfrage verstanden. Es geht nicht um die Herstellungskosten, es geht um einen immateriellen Wert, der nicht in Taler.

 

 

Ich lade herzlich dazu ein, die Bilder meiner Werkzyklen "Formen, Farben und Strukuren" und "Break On through (To The Other Side), die seit Juni 2016 entstanden sind, im Schloss Plaue besuchen und angucken zu kommen.

 

LiebGruß

Jule

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Eine Ankündigung und die Preisfrage (Teil 2)

Freude ! Meine erste Ausstellung steht an ! Meine Bilder werden im Schloss Plaue ausgestellt.

 

Zeitpunkt wird noch nicht verraten, ich werde es bald verkünden dürfen.

 

Das ist .... wahnsinnig erfreulich :-)

 

Trotz meines Dauer-Künstler--Daseins male ich wirklich noch nicht lange, und bin schon so verdammt stolz auf mich, dass ich neben meinem Vollzeit-Job und 3-Jungs-Mama-Seins über 20 Bilder zu Stande gebracht habe, die meine aktuelle Entwicklung in sich tragen und mein Wesen manifestieren. Auf so richtige Weise.

 

Dennoch bin ich an einem Punkt, wo ich mal wieder die Preisfrage stelle, aus folgendem Grund:

 

Um weiter malen zu können, brauche ich Einnahmen.

 

Es ist einfach nicht rentabel, weiter zu investieren, ohne mindestens ein Bild verkauft zu haben.

 

Ich brauche keinen Ruhmrausch, aber neue Farben, neue Dosen und neue Leinwände schon. Und möchte das einfach nicht durchweg "privat" tragen.

 

Also wird bald eine Malpause auf mich zukommen, wenn die letzten Materialien verbraucht sind. Bis jetzt waren die Entzugserscheinungen so groß, dass ich jedes Mal schwach geworden bin, aber ich möchte jetzt wirklich so lange abstinent bleiben, bis ein erster Verkauf eingetreten ist. Parallel kümmere ich mich dann mehr um Organisation. Weitere Ausstellungen, Kooperationen, Planungen für 2017 allgemein, alles mögliche eben.

 

Ach ja, und mein Aktzeichenkurs hier an der Volkshochschule Brandenburg läuft auch noch bis Ende des Jahres.

 

Also Ihr Lieben: Bald gibts konkrete Informationen zur Ausstellung und falls Euch ein Bild gefällt, teilt es auf Eurem Facebook-Account, erzählts Eurem Kollegen, Nachbarn, Knutschkumpel, usw.

 

Herzlichst

Jule

 

 

 

 

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Eine Intentions-Intervention.

Dem voran stelle ich ein Zitat:

 

„Die Tatsache, daß ich selbst im Augenblick, wo ich male, die Bedeutung meiner Bilder nicht erkenne, will nicht heißen, daß sie keine Bedeutung hätten.“

– Salvador Dalí (1935)

 

 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

 

 

Und nun möchte ich NICHT das Zitat interpretieren. Ich lasse ihm Raum.

 

 

<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

 

 

Zur Kunst:

 

Ich suche gerade meinen Weg zu mir zurück. Ich arbeite gerne viel, und bin künstlerisch aktiv. Es ist mir bisher nicht gelungen, mich voll auf meine Kunst zu konzentrieren. Ursprünglich, als mein Kern-Kunst-Moment betrachtet, schreibe ich Gedichte und Theaterstücke.

 

Aktuell, also seit 4 Monaten male ich intensiv. Und es erfüllt mich sehr. Die Kunst findet für mich jedoch unabhängig vom Medium (Papier, Stift, Leinwand, Pinsel, Bühne, Musik...) statt. Die Kunst ist erstmal in mir. Und findet dann seinen Weg.

 

Politische Ereignisse, gesellschaftliche Themen, historische Konflikte, philosophische Theorien, persönliche Erfahrungen und Momente, fließen ein, in jedes Werk, bewusst und unbewusst. Es variiert von Bild zu Bild, von Moment zu Moment, ob ich konkret ein Thema verfolge, oder nicht.

 

Manchmal, oder vielleicht sogar in der Regel, mache ich mich "leer", indem ich mich auslasse. Auf meinem Material. Auf eine bestimmte Art und Weise.  Das kann darin münden, dass auf die Schnelle ein fertiges Bild entsteht. Es kann aber auch dazu führen, dass es nur ein Grund-Gerüst ist, dass nach und nach an Form und Ausdruck gewinnt.

 

Improvisation und professionalisierte Technik stehen für mich in einem antagonistischen Prinzip zu einander. Und brauchen einander. Eine Hass-Liebe.

 

Vergleichbar ist meine Art des Kunst schaffens wohl am ehesten mit dem Jazz. Es ("das Kunstwerk") agiert für sich, es entspringt einer losen Idee, es kann gut werden, es muss es  aber nicht. Ästehtik ist ein komplexes Thema, und findet sich an anderer Stelle von mir hier ausgearbeitet. Dann aber als PDF-Datei in Langform. Weil sich mein ästhetischer Anspruch nicht in einem Blog-Artikel subsumieren lässt-dazu muss ich eine mindestens 15-seitige Ausarbeitung anfertigen, die ich dann vielleicht auch runterbrechen kann, auf Kernaussagen. Aber das kann ich jetzt nicht einfach so und auf die Schnelle.

 

Ich male manchmal an einem Bild tagelang und manchmal an 3 parallel.

 

Ich übermale viel und oft. Auch Bilder, die von anderen vielleicht schon als fertig angesehen werden. Das ist in manchen Situationen für mich absolut authentisch. Der Schicht-um-Schicht-Prozess ist meine Hommage ans Leben.

 

Und manchmal merke ich hingegen, dass ich den Moment verpasst habe, es stehen zu lassen, und gebe dem anderen Recht. Vielleicht liegt das an meiner Eifrigkeit. Oder am Materialmangel. Aber ich sehe mich gerade in Bezug auf das "Malen" an einem Ursprungspunkt. Von dem ausgehend ich noch viel Platz habe, mich weiterzuentwickeln. Und dennoch empfinde ich es so, dass meine Kunstweise fertig ist, weil sie in Ihrer Entwicklung geschlossen ist. Auch wenn das Ende noch offen sein mag. Das sind große Worte, ich weiß. Und das ist wohl auch ein großes Thema, welches ich für mich noch nicht erschlossen habe: Demut.

 

<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

 

Wo wir gerade bei Demut sind:

 

Was ich wirklich gerne schaffen will, ist, dass sich Lyrik und Musik, Malerei und Theaterstücke, so derartig ineinander verschlingen, dass die Interpretationsebenen sich potenzieren. Zu hundert-, tausend-, millionenfach.

 

Herzlichst,

Julia

 

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Die Preisfrage

Ein Thema, das mich seit Gründung begleitet, ist die Preisfrage.

 

Googelt man sich durch kommt man schnell zu folgender Faustformel:

 

Länge+HöhexFaktor X. Faktor X ist der Wert des Künstlers zu einem bestimmten Zeitpunkt. Absolventen einer Kunst-Uni werden in der Regel bei Faktor 5 angesetzt. Beispiel: Format 100x100cm x Faktor 5 = 1000€ Preis.

Allerdings: Die meisten Galerien, die Künstler vertreten und Bilder auf Kommissionsbasis promoten nehmen aktuell 50% Verkaufsprovision. Ganz schön happig. Dafür leisten Sie viel Netzwerkarbeit, organisieren Ausstellungen, und übernehmen den Kundenservice, wie auch die Logistik. Auch das will bezahlt werden.

 

Diese Faktorrechnung ist an sich erstmal ein Richtwert.

 

Ich persönlich denke mir folgendes:

 

Wenn ich ein Bild für 200€ verkaufe, muss ich ca. 20 Bilder im Monat verkaufen, um davon leben zu können. Bei 4000€ Gewinn warten noch Materialkosten, Versand, Gebühren bei Amazon/Dawanda/Etsy, Verpackung und laufende Kosten wie Domain, Bankkonto, usw. auf mich.

 

20 Bilder im Monat zu malen, und dabei ein Gefühl von Authenzität zu vermitteln, stelle ich mir wahrlich schwierig vor. Sicherlich habe ich in der Regel einen guten Output. Aber 20 Bilder sind für mich nicht schaffbar.

 

Ich berechne, unabhängig von der Faktorformel, wie folgt:

 

Materialkosten

Versand

Gebühren

Verpackung

Laufende Kosten

Stundenlohn

 

Daraus resultiert der Preis.

 

Darüber hinaus hat für mich das Kunstwerk an sich einen immateriellen Wert, der (natürlich) nicht messbar ist.

 

Dass der Kunstmarkt Künstler hypen kann und Preise erzielt werden, die jenseits des Portemonnaies vom Otto-Normal-Verbraucher liegen, hat in meinen Augen ebenfalls eine absolute Daseinsberechtigung. Wenn ein Künstler es schafft, wie z.B. Reinhard Mey, mit Hilfe seiner Lieder Menschen im Innersten zu berühren und zum Nachdenken anzuregen, dann hat er etwas Großes, etwas ganz tolles geschafft.

 

Reinhard kann im Gegensatz zu mir seine CD`s immer wieder verkaufen (wenngleich ein originaler Konzertbesuch jedem zu empfehlen sei), so ein Bild verkauft man nur einmal. Und dann ist es weg. Klar, man kann es (auch künstlerisch hochwertig) drucken lassen, und das wiederum kann man dann wieder tolle Einnahmen generieren, aber das physische Original, das ist verkauft.

 

Demnach finde ich es absolut ok, wenn ein Dali, ein Warhol, oder aktuell ein Awe, etwas malt, das die Menschen im Herzen trifft, und Ihre Seelen aufrüttelt, viel Geld für ein "einziges" Bild erhält.

 

Ich lasse das mal gerade so stehen.

 

Sicherlich wird mir noch einiges dazu einfallen.

 

Und dann ergänze ich einfach :-)

 

Was meint Ihr zur "Preisfrage"?

 

Herzlichst

Julia

Dieses Bild existiert so nicht mehr.

Es geht los

So. Morgen werden sie abgeholt. 20 Bilder. Weg von mir. Ab ins Schloss Plaue.

Verdammt, so schön es auch wirklich, wirklich ist, so aufregned (=anstregend) ist es doch auch.

Bei einem Theaterstück hast du die Proben, und dann die Vorstellungen. 100% Adrenalin. Und danach: der Vorhang.

Jetzt ist es eine dauerhafte Adrenalinspritze. Ohne schnelles Ende.

 

Und meine Räume sind kahl.

 

Zurück zum Schönen: Ich habe mein erstes Bild verkauft. Das ist verrückt und unbeschreiblich.

 

Dennoch: Auch hier, es ist jetzt weg. Undwiederruflich.

 

Kleine Story dazu: Das Bild wurde persönlich abgeholt, und als es zur Übergabe kam, wollte mein großes Kind (5) das Bild nicht rausrücken. Er weiß, dass ich damit andere Menschen bereichern möchte, und das wir ja auch Geld dafür bekommen. Aber es ist eben auch ein Stück Mama, das so nicht mehr wiederkommt. Ich brauch auch nicht damit kommen, dass man ja ein neues Bild malen kann. Nein, das ist nicht dasselbe. Dieses Kind hat die Preisfrage verstanden. Es geht nicht um die Herstellungskosten, es geht um einen immateriellen Wert, der nicht in Taler.

 

 

Ich lade herzlich dazu ein, die Bilder meiner Werkzyklen "Formen, Farben und Strukuren" und "Break On through (To The Other Side), die seit Juni 2016 entstanden sind, im Schloss Plaue besuchen und angucken zu kommen.

 

LiebGruß

Jule

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Eine Ankündigung und die Preisfrage (Teil 2)

Freude ! Meine erste Ausstellung steht an ! Meine Bilder werden im Schloss Plaue ausgestellt.

 

Zeitpunkt wird noch nicht verraten, ich werde es bald verkünden dürfen.

 

Das ist .... wahnsinnig erfreulich :-)

 

Trotz meines Dauer-Künstler--Daseins male ich wirklich noch nicht lange, und bin schon so verdammt stolz auf mich, dass ich neben meinem Vollzeit-Job und 3-Jungs-Mama-Seins über 20 Bilder zu Stande gebracht habe, die meine aktuelle Entwicklung in sich tragen und mein Wesen manifestieren. Auf so richtige Weise.

 

Dennoch bin ich an einem Punkt, wo ich mal wieder die Preisfrage stelle, aus folgendem Grund:

 

Um weiter malen zu können, brauche ich Einnahmen.

 

Es ist einfach nicht rentabel, weiter zu investieren, ohne mindestens ein Bild verkauft zu haben.

 

Ich brauche keinen Ruhmrausch, aber neue Farben, neue Dosen und neue Leinwände schon. Und möchte das einfach nicht durchweg "privat" tragen.

 

Also wird bald eine Malpause auf mich zukommen, wenn die letzten Materialien verbraucht sind. Bis jetzt waren die Entzugserscheinungen so groß, dass ich jedes Mal schwach geworden bin, aber ich möchte jetzt wirklich so lange abstinent bleiben, bis ein erster Verkauf eingetreten ist. Parallel kümmere ich mich dann mehr um Organisation. Weitere Ausstellungen, Kooperationen, Planungen für 2017 allgemein, alles mögliche eben.

 

Ach ja, und mein Aktzeichenkurs hier an der Volkshochschule Brandenburg läuft auch noch bis Ende des Jahres.

 

Also Ihr Lieben: Bald gibts konkrete Informationen zur Ausstellung und falls Euch ein Bild gefällt, teilt es auf Eurem Facebook-Account, erzählts Eurem Kollegen, Nachbarn, Knutschkumpel, usw.

 

Herzlichst

Jule

 

 

 

 

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Eine Intentions-Intervention.

Dem voran stelle ich ein Zitat:

 

„Die Tatsache, daß ich selbst im Augenblick, wo ich male, die Bedeutung meiner Bilder nicht erkenne, will nicht heißen, daß sie keine Bedeutung hätten.“

– Salvador Dalí (1935)

 

 >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

 

 

Und nun möchte ich NICHT das Zitat interpretieren. Ich lasse ihm Raum.

 

 

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Zur Kunst:

 

Ich suche gerade meinen Weg zu mir zurück. Ich arbeite gerne viel, und bin künstlerisch aktiv. Es ist mir bisher nicht gelungen, mich voll auf meine Kunst zu konzentrieren. Ursprünglich, als mein Kern-Kunst-Moment betrachtet, schreibe ich Gedichte und Theaterstücke.

 

Aktuell, also seit 4 Monaten male ich intensiv. Und es erfüllt mich sehr. Die Kunst findet für mich jedoch unabhängig vom Medium (Papier, Stift, Leinwand, Pinsel, Bühne, Musik...) statt. Die Kunst ist erstmal in mir. Und findet dann seinen Weg.

 

Politische Ereignisse, gesellschaftliche Themen, historische Konflikte, philosophische Theorien, persönliche Erfahrungen und Momente, fließen ein, in jedes Werk, bewusst und unbewusst. Es variiert von Bild zu Bild, von Moment zu Moment, ob ich konkret ein Thema verfolge, oder nicht.

 

Manchmal, oder vielleicht sogar in der Regel, mache ich mich "leer", indem ich mich auslasse. Auf meinem Material. Auf eine bestimmte Art und Weise.  Das kann darin münden, dass auf die Schnelle ein fertiges Bild entsteht. Es kann aber auch dazu führen, dass es nur ein Grund-Gerüst ist, dass nach und nach an Form und Ausdruck gewinnt.

 

Improvisation und professionalisierte Technik stehen für mich in einem antagonistischen Prinzip zu einander. Und brauchen einander. Eine Hass-Liebe.

 

Vergleichbar ist meine Art des Kunst schaffens wohl am ehesten mit dem Jazz. Es ("das Kunstwerk") agiert für sich, es entspringt einer losen Idee, es kann gut werden, es muss es  aber nicht. Ästehtik ist ein komplexes Thema, und findet sich an anderer Stelle von mir hier ausgearbeitet. Dann aber als PDF-Datei in Langform. Weil sich mein ästhetischer Anspruch nicht in einem Blog-Artikel subsumieren lässt-dazu muss ich eine mindestens 15-seitige Ausarbeitung anfertigen, die ich dann vielleicht auch runterbrechen kann, auf Kernaussagen. Aber das kann ich jetzt nicht einfach so und auf die Schnelle.

 

Ich male manchmal an einem Bild tagelang und manchmal an 3 parallel.

 

Ich übermale viel und oft. Auch Bilder, die von anderen vielleicht schon als fertig angesehen werden. Das ist in manchen Situationen für mich absolut authentisch. Der Schicht-um-Schicht-Prozess ist meine Hommage ans Leben.

 

Und manchmal merke ich hingegen, dass ich den Moment verpasst habe, es stehen zu lassen, und gebe dem anderen Recht. Vielleicht liegt das an meiner Eifrigkeit. Oder am Materialmangel. Aber ich sehe mich gerade in Bezug auf das "Malen" an einem Ursprungspunkt. Von dem ausgehend ich noch viel Platz habe, mich weiterzuentwickeln. Und dennoch empfinde ich es so, dass meine Kunstweise fertig ist, weil sie in Ihrer Entwicklung geschlossen ist. Auch wenn das Ende noch offen sein mag. Das sind große Worte, ich weiß. Und das ist wohl auch ein großes Thema, welches ich für mich noch nicht erschlossen habe: Demut.

 

<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

 

Wo wir gerade bei Demut sind:

 

Was ich wirklich gerne schaffen will, ist, dass sich Lyrik und Musik, Malerei und Theaterstücke, so derartig ineinander verschlingen, dass die Interpretationsebenen sich potenzieren. Zu hundert-, tausend-, millionenfach.

 

Herzlichst,

Julia

 

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Die Preisfrage

Ein Thema, das mich seit Gründung begleitet, ist die Preisfrage.

 

Googelt man sich durch kommt man schnell zu folgender Faustformel:

 

Länge+HöhexFaktor X. Faktor X ist der Wert des Künstlers zu einem bestimmten Zeitpunkt. Absolventen einer Kunst-Uni werden in der Regel bei Faktor 5 angesetzt. Beispiel: Format 100x100cm x Faktor 5 = 1000€ Preis.

Allerdings: Die meisten Galerien, die Künstler vertreten und Bilder auf Kommissionsbasis promoten nehmen aktuell 50% Verkaufsprovision. Ganz schön happig. Dafür leisten Sie viel Netzwerkarbeit, organisieren Ausstellungen, und übernehmen den Kundenservice, wie auch die Logistik. Auch das will bezahlt werden.

 

Diese Faktorrechnung ist an sich erstmal ein Richtwert.

 

Ich persönlich denke mir folgendes:

 

Wenn ich ein Bild für 200€ verkaufe, muss ich ca. 20 Bilder im Monat verkaufen, um davon leben zu können. Bei 4000€ Gewinn warten noch Materialkosten, Versand, Gebühren bei Amazon/Dawanda/Etsy, Verpackung und laufende Kosten wie Domain, Bankkonto, usw. auf mich.

 

20 Bilder im Monat zu malen, und dabei ein Gefühl von Authenzität zu vermitteln, stelle ich mir wahrlich schwierig vor. Sicherlich habe ich in der Regel einen guten Output. Aber 20 Bilder sind für mich nicht schaffbar.

 

Ich berechne, unabhängig von der Faktorformel, wie folgt:

 

Materialkosten

Versand

Gebühren

Verpackung

Laufende Kosten

Stundenlohn

 

Daraus resultiert der Preis.

 

Darüber hinaus hat für mich das Kunstwerk an sich einen immateriellen Wert, der (natürlich) nicht messbar ist.

 

Dass der Kunstmarkt Künstler hypen kann und Preise erzielt werden, die jenseits des Portemonnaies vom Otto-Normal-Verbraucher liegen, hat in meinen Augen ebenfalls eine absolute Daseinsberechtigung. Wenn ein Künstler es schafft, wie z.B. Reinhard Mey, mit Hilfe seiner Lieder Menschen im Innersten zu berühren und zum Nachdenken anzuregen, dann hat er etwas Großes, etwas ganz tolles geschafft.

 

Reinhard kann im Gegensatz zu mir seine CD`s immer wieder verkaufen (wenngleich ein originaler Konzertbesuch jedem zu empfehlen sei), so ein Bild verkauft man nur einmal. Und dann ist es weg. Klar, man kann es (auch künstlerisch hochwertig) drucken lassen, und das wiederum kann man dann wieder tolle Einnahmen generieren, aber das physische Original, das ist verkauft.

 

Demnach finde ich es absolut ok, wenn ein Dali, ein Warhol, oder aktuell ein Awe, etwas malt, das die Menschen im Herzen trifft, und Ihre Seelen aufrüttelt, viel Geld für ein "einziges" Bild erhält.

 

Ich lasse das mal gerade so stehen.

 

Sicherlich wird mir noch einiges dazu einfallen.

 

Und dann ergänze ich einfach :-)

 

Was meint Ihr zur "Preisfrage"?

 

Herzlichst

Julia