Melancholie

 

(Text: Julia Geiersberg)

 

Mich selbst kaum wiedererkennend
verzweifle ich zunehmend
mir selbst hinterherrennend
neue Wege erwähnend.

 

Mich überkommt der Verdruss pur

viel zu oft in letzter Zeit
eine „Weg-von-der-Melancholie-Kur“
täte ihre Kleinigkeit.

 

Ich feinde mich an
ohne Kompromisse
weil ich mich nicht erfreuen kann
weil ich mich selbst vermisse.

 

Die innere Zufriedenheit
ist wie weggeblasen
jede etwaige Kleinigkeit
bringt mich zum Rasen

 

Keine Ahnung wie`s weiter geht
Ständig geht was kaputt
das ist`s, was hinter meiner Stirn steht
alles verfällt in Asche und Schutt.

 

Das hört sich schlimm an
das ist doch Alltag, das ist eben so…
da muss man durch, da ist jeder mal dran
mit Unglücklich sein, und eben froh.

 

Das will mir fast jeder erzählen,
denen erzähle ich was.
Wer kann denn schon frei wählen,
ob man der Pflicht folgt, oder dem Spaß?

 

Die Dinge, die mich zur Zeit bedrücken,
sind aufzuzählen möglich nicht.
Ich kann versuchen auszudrücken,
wie mich das Gewicht zerbricht.

 

Es ist einfach nicht tragbar, wie die Sinnlosigkeit
und nicht gelebtes Glück,
Zurückgezogen- und Verschlossenheit,
als fehle das geliebte Stück.

 

Der Mut ist das Kraftwerk der Entfaltung,
die Liebe, der Zündstoff der brennt.
Kontrolliere deine Lebensgestaltung,
bevor dir dein Leben wegrennt.