Reife

 

(Text: Julia Geiersberg)

 

Stelle manchmal deutlich fest

dass ich trete auf der Stelle

will vom Langsamen ins Schnelle

Unruhe in mir, die mich nicht loslässt.

 

Kenne meines Wesens Trieb

will mich stetig fortbewegen

und an jedem Ort verwegen

erlernen Lebens Launen lieb.

 

Denn ich kritisiere oft und viel

was mir nicht passt, was nicht gehört.

was meiner Lebens Laune stört

doch Zufriedenheit ist oft labil.

 

Nun seh` ich einige Menschen walten

fall selbst hin und steh dann auf

erfahr` der Lebens Launen Lauf

kann`s Gleichgewicht nicht immer halten.

 

Orientier` mich an Traum und der Natur

folge dem Rhythmus jeder Regung in mir

komponiere Chaossonaten für das Klavier

drehe hier und da mal an der Uhr.

 

Und wenn ich einst ruhig bin, ohne zu schlafen,

kompensiere meine Energien,

sei meinen Beschleunigungen verziehen,

mein Schiff weilt nun im steten Hafen.